Vendel

Vendel.jpg Vendel ist eine große Handelsstadt an der südlichen Spitze der Halbinsel Vestenland. Sie wurde vor etwas mehr als einem Jahrhundert von wohlhabenden Objektivisten auf den Ruinen der Stadt Venaderia gegründet und dient seitdem als neue Heimat für vertriebene Objektivisten. In ihrer kurzen Existenz hat sich die Stadt zum bedeutendsten Handelszentrum für Kaufleute aus der gesamten Welt entwickelt und steht dadurch mit einigen anderen großen Nationen im Handelskonflikt.

Politik

Regierung

Die oberste Regierungsinstanz in Vendel ist der Stadtrat. Der Rat Rathaus.jpg kommt in regelmäßigen Abständen im Rathaus der Stadt zusammen und entscheidet über die Geschäfte der Stadt, Handelsbeziehungen und Verwaltungsangelegenheiten, wie z.B. die Vergabe von Grundstücken, Gewerbe- und Handelslizenzen. Er setzt sich aus den Oberhäuptern der 12 Gründungsfamilien Vendels zusammen, meistens deren Patriarchen. Es gibt aber auch einzelne Ausnahmen, wenn der Patriarch der Familie nicht in der Lage ist, an den Regierungsgeschäften teilzunehmen. Der dreizehnte Platz ist der Sitz für den Vertreter des Volkes von Vendel, symbolisiert durch ein alle vier Jahre im Rahmen einer Versteigerung erworbenes Amt. Die letzte Amtsversteigerung dieser Art fand im Februar 1669 statt, als sich Adam Miller u.a. gegen die Konkurrenten Donewald Drumpf und Ellar Klenten durchsetzte.

Auch außerhalb des Vendel-Rates üben die wohlhabende Kaufleute einen großen Einfluss auf die Stadt aus. Der Großteil der Gebäude und Einrichtungen ist im Besitz der reichen Handelsfamilien, die durch den Aufbau der Stadt auch versuchen, sich gegenseitig zu übertrumpfen. Durch diesen steten Bau-Wettbewerb, der auch von Seiten des Rates durch verschiedene Maßnahmen gefördert wird, ist Vendel in kürzester Zeit zu einer prachtvollen Großstadt heran gewachsen.

Vendel und Vesten

Durch den Bau der Stadt Vendel auf der Grundlage alter Ruinen der Vestenlande wurde die Stadt praktisch auf dem Territorium des Landes Vestenmannavenjar gegründet. Dadurch waren Konflikte bereits vorprogrammiert. Am Übergang von Vendel nach Vesten trifft die moderne, fortschrittliche, von der objektivistischen Kirche geprägte, Kultur der Handelsstadt auf die alten Strukturen und Traditionen der Vestenländer. Vor allem die feindliche Haltung der Kirche der Propheten gegenüber dem alten Glauben und der Runenmagie sorgt immer wieder für gesellschaftliche Probleme, sowie Streitigkeiten mit den Vestenländern. Zahlreiche Runenmagier und Priester der alten Götter wurden aus der Stadt vertrieben oder mussten gar für ihre Sünden büßen. Die Situation drohte zu eskalieren, als die Inquisition begann, in Vendel und Vesten ihren Einfluss auszuweiten und dabei umso rigoroser mit Anhänger des alten Glaubens verfuhr. Der Großteil der Bevölkerung Vendels ist jedoch darauf bedacht, ein freundliches Nebeneinander mit Vestenmannavenjar zu pflegen. Einige der umliegenden Dörfer wurden zwar bereits in die Stadt eingemeindet, der Großteil des Umlandes bleibt jedoch der Selbstverwaltung überlassen. Die Gebiete weiter nördlich zählen noch immer zu Vestenmannavenjar und sind zunehmend dem Hochkönig des Landes unterstellig anstelle des Rates von Vendel. Dieser versucht in regelmäßigen Abständen, Treueeide von den Vestenländern abzusprechen, um seinen Einfluss zu erweitern. Doch der Stolz der Vestenländer und das Wissen über die kritischen Verhältnisse zwischen alter und neuer Kultur verhinderten bislang, dass sich der Einfluss Vendels weiter nach Norden ausbreitet.

Beziehungen zu anderen Nationen

Als Handelsnation pflegt Vendel zu den meisten anderen Nationen von Theah gute Beziehungen, vor allem zu den anderen objektivistisch geprägten Ländern wie Avalon oder Eisen. Das liegt zudem an dem großen Anteil von Migranten, die aus diesen Ländern ursprünglich nach Vendel kamen, um die Stadt mit aufzubauen. Außerdem floriert der Handel mit Castille und Montaigne, sowie mit Ussura über den Landweg. Umso kritischer sind dafür die Beziehungen zu den anderen Handelsnationen. Die Handelsprinzen von Vodacce sind die ärgsten Konkurrenten der Vendelschen Händler auf dem gesamten Kontinent und die Händler aus dem Halbmond-Reich schaden dem Handel beider Mächte durch die teuren exotischen Waren aus dem Orient oder die fernen Länder von Cathay. Um den Einfluss der Halbmondler einzudämmen, verhing der Rat von Vendel ein Embargo gegen Händler aus der fernen Nation, die nicht mehr gestattet sind, am Hafen der Stadt anzulegen und ihre Waren unter die Leute zu bringen. Die einzige Ausnahme bieten hierbei aus dem Halbmond-Reich stammende Händler, die durch einen Wohnsitz und/oder ein Gewerbe bereits fest in Vendel ansässig sind. Umso höher sind dafür die Preise für exotische Waren aus östlichen Regionen in letzter Zeit gestiegen, so dass einstmalige Konsumgüter wie Kaffee und Tabak zu heiß begehrten Luxusprodukten geworden sind.

Religion

Als eine Stadt, die in erster Linie von Objektivisten gegründet und aufgebaut wurde, verfügt Vendel über eine entsprechend überwiegende objektivistische Gemeinde, wobei alle gängigen Strömungen der neuen Konfession gleichermaßen akzeptiert werden. Religiöses Zentrum der Stadt ist die Kathedrale auf dem großen Marktplatz. Dort predigte bis vor kurzem der beliebte Pater Benjamin als Leiter der Gemeinde, bevor er unter mysteriösen Umständen verstarb.

Bezirke

Wichtige Personen

[In der Nähe von Vendel lebende Personen zählen zu Vesten und sind somit bei Vestenmannavenjar gelistet]

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